Jahresempfang von RHEINBACH LIEST

Bei „aufgeschlagen! 2018“, dem öffentlichen Jahresempfang des Vereins RHEINBACH LIEST erwartet die Besucher am 19. Januar ab 19:30 Uhr im Pfarrzentrum am Lindenplatz ein unterhaltsames Programm.

„Auf dem Jahresempfang sind alle Bücherfreunde herzlich willkommen“, so Monika Flieger, 1. Vorsitzende von Rheinbach liest e.V. „Wir halten eine kurzweilige Rückschau auf das vergangene Jahr und blicken mit dem bewährten Häppchen-Programm nach vorn.“ Wer auf den rührigen Verein zur Förderung der Lesekultur neugierig ist, der ist bei „aufgeschlagen! 2018“ genau richtig.

Für beste Unterhaltung sorgt u.a. Thomas Lienenlüke mit Liedern und Texten. Der Kölner hat schon für Ingolf Lück, Cordula Stratmann, Tim Mälzer, Bastian Sick und viele andere geschrieben. Die Moderation liegt bei Anke Fuchs. Für das leibliche Wohl ist gesorgt.

Der Eintritt ist frei. Anmeldungen werden erbeten an This e-mail address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it.

Vorstand von RHEINBACH LIEST e.V. (sitzend v.l. Gerd Engel, Monika Flieger, Sabine Post; stehend v.l. Stefanie Scherer, Anke Schmitz-Reinhard)

 


„Alles, was glitzert, ist Gold …“

RHEINBACH LIEST lädt am 17. November um 19:30 Uhr zu einem musikalisch-literarischen Benefizabend in das Rheinbacher CF-Atelier.

Freche Couplets aus den goldenen 20er-Jahren sowie moderne Chansons von und mit der hinreißenden Tanja Keilen, alias Laura Dilettante, stehen im Mittelpunkt des Benefizabends unter dem Motto „Alles, was glitzert, ist Gold“. Die gebürtige Hamburgerin Keilen, mit Jugendjahren in Merzbach, macht dafür auf ihrer Konzertreise einen der seltenen Abstecher in die alte Heimat. Genauer gesagt in das schöne Ladenlokal von Nadia Fassbender und ihrem Team vom CF-Atelier. Zu ihren Liedern, bei denen die Künstlerin sich selbst auf dem Akkordeon begleitet, liest Literaturkabarettist Lothar Tolksdorf schön Goldenes aus der Welt der Literatur. Tolksdorf augenzwinkernd: „Texte von Tucholsky bis Tolksdorf! Auch Max Goldt, Jack London und ein Klassiker fehlen nicht. Wichtig ist eine aufregende Verbindung zum Element mit der Nr. 79 des Periodensystems.“ Die Fans des Bornheimer Literaturkabarettisten werden gespannt sein.

Die Einladung von Nadia Fassbender, Inhaberin des CF-Ateliers, stand übrigens schon lange. „Und zwar seit ich einmal einen Designer-Glastisch für eine Veranstaltung bei ihr entliehen hatte und auf dem kurzen Weg zum Glasmuseum fallen ließ. Mir war das so peinlich“, erinnert sich RL-Vize Engel schmunzelnd. Seit Jahren unterstützt die Inhaberin des CF-Ateliers den Verein RHEINBACH LIEST, z.B. auch mit dem im Atelier gefertigten silbernen Hexenturm als Preis für den RHEINHEXENSLAM. „Als wir für den Bundesweiten Vorlesetag der Stiftung Lesen eine Veranstaltung für Erwachsene konzipierten, war daher die wunderschöne Goldschmiede von Nadia Fassbender der Ausgangspunkt“, so Engel. „Es lag nahe, das Thema Gold als thematischen Schwerpunkt zu wählen.“

Nadia Fassbender war sofort Feuer und Flamme und die beiden gingen verschiedene Ideen durch. Bei einem Chansontitel von Laura Dilettante machte es dann Klick: „Alles, was glitzert, ist Gold!“ Dass die Sängerin auch frivol-witzige Schlager der „goldenen“ 20er-Jahre im Programm hat, machte die Sache für die beiden Rheinbacher noch besser. Sie  fragten bei der Künstlerin an. Mit Erfolg! Der literarische Partner, Lothar Tolksdorf, war dann Lauras erste Wahl. Die beiden kennen und schätzen sich schon lange. Und so gibt es am 17. November einen exklusiv konzipierten Abend rund um das edle Metall und das bei freiem Eintritt. „Exklusiv in der Konzeption, aber lässig und unterhaltsam in der Durchführung“, wie Nadia Fassbender betont.

Und was heißt jetzt Benefizabend? Fassbender und Engel erbitten von den Besuchern Spenden für zwei Projekte. Weil der 17. November der Bundesweite Vorlesetag ist, kreisen auch die Förderprojekte um das Thema Buch. Zum einen soll die Erstellung der Broschüre „VORLESEN“ unterstützt werden, die seit 2011 im Rahmen der Aktion „Rheinbach liest vor“ entsteht. „Sie enthält Buchtipps von Rheinbachern für Rheinbacher und wird im November in einer Auflage von 4.500 Exemplaren über die Kitas und Schulen an alle Familien verteilt“, führt Engel aus.

Nadia Fassbender, die im Lions-Club Bonn-Liona aktiv ist, wählte zudem das Frauenhaus in Bonn aus. Es wird von dem Hilfswerk des Clubs schon lange gefördert. „Aus den Spenden wollen wir für die Kinder der dort untergebrachten Frauen eine kleine Bibliothek zusammenstellen.“

Unterstützt wird „Alles, was glitzert, ist Gold!“ auch von der Bäckerei Lennartz und dem Getränkefachmarkt Küster. „Bei Kölsch, Wein und frischen Brezeln wird es gesellig“, freuen sich Fassbender und Engel. Platz ist für 120 Gäste und zeitiges Erscheinen wird empfohlen.

CF-Atelier, Hauptstr. 4, Rheinbach
Beginn 19:30 Uhr, der Eintritt ist frei - Spenden erbeten

„So viel Spaß für so wenig Geld …“

Gelungene Premiere der Lesebühne „Stuss mit Lustig“ in Rheinbach

Rheinbach liest e.V. hatte geladen und rund sechzig Besucher waren zur „Geburt einer Lesebühne“ – der „mutmaßlich zweitskurrilsten der Welt“ - in das Ladenlokal von Optik Sichtweise gekommen. Mehr hätten auch kaum Platz gefunden. Die Freunde humorvoller Texte und gehobenen Klamauks brauchten ihr Kommen nicht zu bereuen. Julius Esser, Johannes Engel sowie sein Namensvetter Gerd Engel zeigten sich bei der Premiere ihres Projekts in bester Leselaune. Nach der Eröffnung mit einer Schlagerparodie („So viel Spaß für so wenig Geld“) erzählte Gerd Engel über seine „Kicks an der Altpapiertonne“ beim Aufsuchen der selbst verfassten Pressemitteilungen in den Anzeigenblättern und schilderte satirisch die Begleitumstände der Lesebühnengründung. Julius Esser aus Brühl erinnerte sich an einen irrsinnigen Schreibauftrag aus seiner Zeit als Germanistikstudent. Anschließend dozierte Johannes Engel mit schelmischem Grinsen in genialen Versen über menschliche Schwächen, z.B. die anatomischen Untersuchungen an einem Ministerkopf. Vor der Pause bewies dann Gastgeberin Esther Grote mit einem uralten Gospel, wie gut sie swingen kann.

Auch nach der Pause ließen die drei prächtig harmonierenden Protagonisten, die von Dirk Plücker am Klavier unterstützt wurden, nicht nach. Eine Stegreifgeschichte aus vom Publikum gesammelten Reizwörten um „Prinzessin Kundigunde mit der Gurkennase“, einen wahrhaft skurrilen Wettbewerb um den schlechtesten Text und weitere Kurzbeiträge sorgten für beste Unterhaltung und eruptives Gelächter. Das Publikum ging voll mit, auch als Esser für den Geburtstag seines Bruders ein Kurzvideo aufnahm.

Das besondere Merkmal der neuen Lesebühne, die sich selbstironisch „Stuss mit Lustig“ nennt, ist die lockere, sympathisch-unperfekte und spontane Vortragsart sowie die Unterschiedlichkeit der drei bei ihren Texten und deren Darbietung. Die abschließenden Ovationen um 21:55 Uhr nach zwei Stunden Nettospielzeit waren absolut premierenwürdig. Rheinbach-liest-Vorsitzende Monika Flieger konnte sich über eine ordentliche Unterstützung aus Kartenverkauf und Getränkespenden für die Aktion „Bücherüberraschung“ freuen. Alle Beteiligten hatten auf eine Gage verzichtet. „Nächstes Mal nehmen wir doppelt so viel“, drohte Esser, der am 13. Oktober für RHEINBACH LIEST den „Rheinhexenslam“ in der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg moderieren wird.

 

 

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