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Mehr als zwei Stunden handgemachte Literatur

Mehr als 50 Besucher bei  der vierten TextProbe in der Öffentlichen Bücherei St. Martin

Es gibt mehr Leute in und um Rheinbach, die schreiben, als man denkt. Und es scheint, als wagten sie sich allmählich hervor. 11 Hobbyautoren im Alter von 14 bis 77 Jahren hatte der Literaturkabarettist Lothar Tolksdorf diesmal zu Gast bei seiner „talentierten Literaturbühne“ und im Zuschauerraum saßen einige, die den sympathischen Bornheimer hinterher ansprachen: „Bei Ihnen würde ich auch mal gerne lesen.“ Kein Wunder, das Publikum hört bei den ganz unterschiedlichen Texten höchst konzentriert zu und würdigt jeden Beitrag mit herzlichem Applaus. Tolksdorf führte gewohnt charmant, unprätentiös und schlagfertig durchs Programm. Er eröffnete, indem er den Zeitungs-Verriss seines ersten abendfüllenden Programms vorlas. („Aus heutiger Sicht hatte der Kritiker nicht völlig Unrecht.“) Danach, so der Kleinkunstprofi, hätten sein Bühnenpartner Johannes Engels und er erst einmal 18 Monate ihre Wunden geleckt.

So viele – nämlich mehr als 50 Zuhörer - hatte die 77-jährige Ludendorferin Hella Küpper auch noch nicht gehabt, denn ursprünglich waren die kurzen Erinnerungstexte über ihrer Kindheit nur für die eigene Familie bestimmt gewesen, der sie immer noch regelmäßig daraus vorliest.  Besonders der Text über den Tag im Jahr 1944, an dem sie erfuhr, dass ihr Vater gefallen war, berührte und war zugleich der literarischste, weil er nämlich aus der Perspektive ihrer damals neuen Schildkröt-Puppe erzählt wurde.

61 Jahre jünger war die nächste Vortragende, Laura Klein aus Bornheim. Die 16-jährige schickte in sympathischer Offenheit voraus, dass ihr das Schreiben der ausgewählten Texte in den schweren Zeitengeholfen habe, als die Pubertät früh über sie hereinbrach. Bei Lauras beiden Gedichten hätte man eine Stecknadel fallen hören können.

Die jüngste Teilnehmerin war die 14-jährige Marie Lukowski, Schülerin des Konrad-Adenauer-Gymnasiums in Meckenheim. In ihrer eindringlichen und schon erstaunlich sprachmächtigen Erzählung schildert sie die Gedanken und Erlebnisse einer Altersgenossin vor 400 Jahren, deren Mutter als Hexe verbrannt wurde – Happy End ausgeschlossen.

Die Rheinbacher Lyrikerin Renate von Elm steuerte aus ihrem großen Fundus fünf Gedichte bei: Klar, in der Form und den Stilmitteln sorgfältig durchgestaltet und im besten Sinne druckreif.

Gedruckt wird in Kürze das Erstlingswerk von Maria Zaffarana aus Köln-Wesseling. Die 41-jährige promovierte Literaturwissenschaftlerin mit sizilianischen Wurzeln las die ersten Seiten aus „Die Wahrheit ist ein Schlund“. Der Ich-Erzähler erinnert sich an den Tag, an dem er seinen Eltern im Alter von 11 Jahren gestand: „Ihr ekelt mich an.“ Der Romananfang ist so gut geschrieben, dass man Lust auf mehr bekam.

Sichtlich wohl im Licht der Leselampe fühlte sich dann Annette Arndt aus Bonn-Röttgen. Das mittlerweile fehlende Drittel des Kabarett-Trios „Die Weberinnen“ genoss ihren schwarzhumorigen Vortrag über die Rentnerin Isalotta, die wegen eines zu großen Badeanzugs im Schwimmbad in Nöte gerät.

 

Die Pause bei einem Glas Wein und Fingerfood wurde rege zum Austausch genutzt. Die unverwüstliche Margret Wittgrefe (77) eröffnete dann den zweiten Teil des Programms mit einer Kurzgeschichte über die Zweifel einer jungen Frau an ihrer Ehe. Am Ende werden die andeutungsweise ausgeräumt, sie strengt sich an und siehe da: Er auch.

Dann kam ein Mann, der in den vergangenen Dekaden im Bonner Raum in Kleinkunstkreisen schon seine Meriten verdient hatte. Thomas Mentzel aus Meckenheim zeigte, dass er nicht verlernt hat. Trocken und präzise erzählte Alltagsbegebenheiten, die satirisch zugespitzt zahlreiche Lacher hervorrief.

Ebenfalls zum ersten Mal bei der TextProbe war Walter Pietruk-Heep. Der Herseler, der selber Schreibkurse gibt und seine Texte auf einer Homepage veröffentlicht, blickte ins Publikum und entschied sich kurzerhand: „Ich mache Lyrik.“ Seine Gedichte sind von unerwarteter Zartheit und großer Tiefe.

Stilistisch ganz anders, inhaltlich eher auf der Grenze zwischen Leben und Tod balancierend, aber von extrem hoher Qualität, waren dann die vier Texte des 20-jährigen Hendrik Mikliss aus Niederdrees. Erstmals hatte der junge Lyriker und „TextProben-Veteran“ auch Prosa mitgebracht und erntete damit warmen Applaus.

Mit einem kleinen Liebeslied auf Kölsch zur Melodie des jiddischen Traditionals „Papir is toch waiß“ rundete der Rheinbacher Gerd Engel (47) den Abend ab. Fazit: Die Bücherei ist ein guter Ort für kleine, aber liebevoll durchgeführte Veranstaltungen dieser Art. Die TextProbe ist ein guter Ort für ambitionierte Schreiber, die sich einmal an ein richtiges Publikum heranwagen. Und darum ist die nächste TextProbe schon in Planung – wegen Tolksdorfs zweimonatigem Argentinien-Aufenthalt visieren die Initiatoren den Januar an.

Die TextProbe ist eine Kooperationsveranstaltung von Rheinbach Liest e.V. und der Öffentlichen Bücherei St. Martin. Infos unter This e-mail address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it.

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