Buchadventskalender schenkten Freude

Bei der Bücherüberraschung im Advent wurden so viele Bücher wie noch nie gesammelt und wieder verschenkt.

Ein Donnerstagmorgen in der Adventszeit: Die 24 Kinder der 4b der Katholischen Grundschule St. Martin sitzen mit ihrer Lehrerin Tanja Diewald um den Adventskranz. Sie verrät, wer heute bei dem Buchadventskalender an der Reihe ist. Gleich zwei dürfen heute zur hübsch dekorierten Fensterbank gehen, Päckchen 11 und 12 holen und das Buchgeschenk öffnen, das ihre Lehrerin für sie ausgesucht und verpackt hat. Niklas hat „Scary Harry – Meister aller Geister“ erwischt, Nils packt einen Band der drei??? aus. Beide sind sichtlich zufrieden und zeigen das Buch in der Runde. Ihre Mitschülerinnen und Mitschüler sind interessiert und freuen sich mit den beiden.

In der Adventszeit ist der Buchadventskalender fester Bestandteil des Vormittags. Allessia findet es immer schon spannend, „wer heute an der Reihe ist und ob vielleicht ich es bin.“ Luisa interessiert, „welche Bücher ihre Klassenkameraden kriegen“. Niklas findet das „das Auspacken schön“ und Helena freut sich darauf „etwas Neues zu lesen“. Emilio fing schon gleich in der Schule damit an, als er in der Vorwoche „Greg’s Tagebuch – Jetzt reicht’s“ bekam und musste mehrmals von Tanja Diewald „ermahnt“ werden.

Die 4b hat bereits im zweiten und dritten Schuljahr Buchadventskalender erhalten und auch in diesem Jahr tritt der erhoffte Effekt ein. Gespendete gut erhaltene, gebrauchte Bücher rücken bei dem adventlichen Besitzerwechsel in den Mittelpunkt und lösen den Leseimpuls aus. „Das ist genau das, was wir uns erhoffen“, meint unsere Projektkoordinatorin Karin Gehlen-Düring. „Die Bücher für den Buchadventskalender stammen aus der Aktion „Bücherüberraschung“ unseres Vereins. In diesem Jahr haben wir einen neuen Rekord aufgestellt:  Im Keller von Haus Streng wurden fast 1400 Bücher auf ihren Zustand hin überprüft und nach Altersstufen vorsortiert.“

Die Helfer aus dem Bücherüberraschungsteam bringen die Bücher dann pünktlich zu den Schulen und Kitas, die sich Anfang November für den Buchadventskalender beworben haben. Allein 380 Bücher wurden an 8 Kindertageseinrichtungen Rheinbachs ausgeliefert. Die restlichen gut 1000 Bücher wurden unter 38 Schulklassen aus 7 Schulen aufgeteilt, darunter auch 5 fünfte und sechste Schuljahre.

Für den Erfolg ist dann die sorgfältige Auswahl der Bücher durch die Lehrerin bzw. Erzieherin und das liebevolle Einpacken notwendig. Tanja Diewald: „Die ersten Bücher habe ich immer ganz schnell einem Kind zugeordnet. Ich achte auf den Leseanspruch und die Thematik und manchmal auf den Vornamen des Helden oder der Heldin.“ Sie und ihre Kolleginnen sind dankbar für die kostenlose Unterstützung der Leseförderung an ihrer Schule.

„Die Idee der Buchadventskalender ist einfach und höchst effektiv und dürfte in dieser Größenordnung deutschlandweit einmalig sein“, so unserer 1. Vorsitzende Monika Flieger. Sie dankt allen Menschen die durch ihre Spenden zu dem Erfolg beigetragen haben.

In der 4b werden die Bücher übrigens auch gerne getauscht. „Aber erst, wenn ich es gelesen und bei Antolin eingegeben habe“, meint Niklas. Und bei guter Pflege werden sie vielleicht irgendwann wieder der Bücherüberraschung gespendet.

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