„TextProbe“ im Glaspavillon

Am Montag, den 9. September um 19:30 Uhr, geben wieder acht Autorinnen und Autoren aus der „Köln-Bonner-Literaturbucht“ Kostproben aus ihren Büchern und Texten. Diesmal gastiert die beliebte „TextProbe“ im Kulturpavillon, dem Hans-Schmitz-Haus im Rahmen der Ausstellung zum Internationalen Glaskunstpreis der Stadt Rheinbach.

Die „TextProbe“ ist unsere Offene Literaturbühne zusammen mit der Öffentlichen Bücherei St. Martin und der Buchhandlung Kayser. „Offen“ heißt zum einen, jeder ab 14 Jahren kann mitmachen und zugleich: Das Genre spielt keine Rolle. Gedichte, Erzählungen, Slam-Poetry, Romanfragmente, Essays, Kabarettistisches, Kinderbuchprojekte oder Lieder – alles ist möglich. Veröffentlicht oder eben noch nicht. Die Hauptsache ist, es kommt mit Herzblut aus der eigenen Feder. „Die bisher eingegangenen Einsendungen sind diesmal besonders vielfältig und die Autorinnen und Autoren teils schon sehr ambitioniert und erfahren!“, deutet Moderator Gerd Engel an. Und verspricht eine „prall gefüllte Wundertüte, die sich wirklich lohnt.“ Auch Musik werde es geben.

Wer interessiert ist, an der „TextProbe“ teilzunehmen, kann sich bei ihm melden unter der Emailadresse This e-mail address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it.

Karten zum Preis von 5,00 € (ermäßigt 3,00 €) gibt es im Vorverkauf in der Öffentlichen Bücherei St. Martin und der Buchhandlung Kayser sowie an der Abendkasse.

Wer es noch musikalischer mag, der sollte sich schon den 20. September in den Kalender eintragen. Dann gibt es den „LiedStrich“ im VPK mit tollen Singer-Songwritern. Fans des Poetry-Slam kommen beim „Rheinhexenslam“ am 27.9. in der Aula des SGR auf ihre Kosten.

„TextProbe junior“ in der Buchhandlung Kayser

Am 23. März ab 15:00 Uhr können Kinder und Jugendliche in der Buchhandlung Kayser ihre selbst verfassten Texte präsentieren.

Die „TextProbe junior“ von Rheinbach Liest, der Öffentlichen Bücherei St. Martin und der Buchhandlung Kayser ist der junge Ableger der beliebten Offenen Bühne für Autoren aller Art aus dem Einzugsbereich der Voreifel. Jeder Kreative von 6 bis etwa 14 Jahren kann mitmachen. Gelesen bzw. vorgetragen werden darf so ziemlich alles: Geschichten, Gedichte, Slam-Poetry, Auszüge aus Buch-Projekten, Gedankenschnipsel oder sogar Lieder.

„Wir machen keinen Wettbewerb, sondern verstehen uns eher als Katalysator der Schreibfreude und Applausverschaffer für Schreibtalente“, so Moderator Gerd Engel und verspricht: „Das Lampenfieber lohnt sich. Bei ganz hohen Temperaturen gibt es die Möglichkeit, seinen Text von den Kinder des Leseclubs vorlesen zu lassen.“
Interessenten können sich bei ihm melden unter der Email-Adresse This e-mail address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it. .

Gastgeber der TextProbe junior ist diesmal die Buchhandlung Kayser in der Hauptstraße 28 in Rheinbach.

Der Eintritt ist frei.

Schreibender Nachwuchs auf der Bühne

Bei der zweiten „TextProbe Junior“ in der Aula der Grundschule Sürster Weg wurde das Publikum bestens unterhalten. Großer Andrang herrschte auch bei der Ausstellung von Büchern und Spielen.

Die zweite Ausgabe der „TextProbe Junior“ war beim Büchertag der GGS Sürster Weg bestens aufgehoben. Das Team aus Elternpflegschaft und Ehrenamtlichen der Schulbücherei hatten mit Hilfe der Buchhandlung Kayser eine Buchausstellung organisiert. Der „Pöppelheld“ aus Meckenheim war in einem eigenen Raum mit einem großen Angebot an Spielen vertreten, die man Ausprobieren und bei Gefallen gleich kaufen konnte. „Das Lesen von Büchern und das Spielen vielfältiger Gesellschafts- Knobel und Interaktionsspiele sind gleichermaßen wertvoll und werden an unserer Schule in den Unterrichtsalltag eingebunden“, so Schulleiterin Ute Jansen.

Nach einem bunten Auftaktprogramm mit Liedbeiträgen der Klassenstufen 1, 2 und 3 startete die „TextProbe Junior“. Während die „talentierte Literaturbühne“, so die Selbstbezeichnung, bei den Erwachsenen zuletzt die 20. Ausgabe feierte, hatten die Kinder und Jugendlichen bis 14 Jahre erst zum zweiten Mal Gelegenheit, ihre Schreibkunst vor Publikum unter Beweis zu stellen.

Den Anfang machte die 7-jährige Mina Tochiya, alias Mina Sternberg, mit einem Auszug aus ihrem herrlich illustrierten Buchprojekt über die Zahlen. Jede Zahl bis 10 bekam in prägnanten Zeichnungen und Worten einen eigenen Charakter. Beispiel? Wenn die 1 als Anführer vorneweg schreite, dann müsse die 2 sehr schlau sein, denn sie gehe direkt hinterher. Fünftklässlerin Mila Winkler stellte den Anfang einer verrückten Weihnachtsgeschichte vor, bei der ein Schwein eine große Rolle spielt. Maya Tochiya (Autorinnenname Sternberg), ebenfalls Klasse 5, hatte mit ihrem Comic-Roman „Laras Tagebuch“ in diesem Jahr bereits ihre viel beachtete erste Veröffentlichung vorgelegt und stellte nun einen Ausschnitt aus dem Fortsetzungsbuch vor, das derzeit in Arbeit ist. Der gut beobachtete Alltag aus Kindersicht mit feinem Humor und genialen Cartoons ist von seiner Originalität und Qualität nicht mehr weit weg von erfolgreichen Buchreihen wie „Lotta Leben“ oder „Penny Pepper“. Das ist angesichts des Alters der Autorin wirklich erstaunlich. Die 13-jährige Kiara Köhler schloss die erste Halbzeit mit dem ersten Kapitel des Buch-Projekts „Die Vampir-WG“ ab. Bei diesem Jugendroman mischen sich Spannung, Witz und Leidenschaft auf bemerkenswerte Weise mit stilistischem Können.

Nach der Pause startete  die Drittklässlerin Laura Hermanns mit ihrer kürzlich veröffentlichten Geschichte „Nelly und das verschwundene Tortenblech“. Der Täter verrät sich der Meisterdetektivin Nelly durch seine Vorliebe für den eigentlich noch nicht zum Verkauf anstehenden Nusskuchen. Köstlich!

Jana Pfannkuch aus der Stufe 7 hatte nicht nur einen Romananfang, sondern auch Freundin Clara Zahn als Duettleserin mitgebracht. Ohne Vorgeplänkel steigt die Autorin direkt in eine Hetzjagd ein, bei der die mit Kampftechnik und Magie ausgestattete Heldin Sophie, Agentin einer Geheimorganisation, von ihrem Widersacher Cracel zu einem Duell gestellt und gefangengenommen wird. Das Publikum war beeindruckt von den cool-witzigen Dialogen und stilistisch gekonnt beschriebenen Kampfszenen. Freimütig gaben die beiden Leseratten zu, dass u.a. die Buchreihe „Skullduggery Pleasent“ von Derek Landy eine wichtige Inspiration für sie sei.

„Ohne viel zu lesen, kann man nicht so toll schreiben“, kommentierte Moderator Gerd Engel vom Verein „Rheinbach liest“. Dies gilt zweifellos auch für Viertklässlerin Annika Heister, die mit dem ersten Kapitel ihres bereits 20-seitigen Buchmanuskripts „Villa Gänseblümchen“ den Abschluss bildete. In Annikas Geschichte liest man vom Leben der 10-jährigen Leonie, die mit ihrer Familie einen Gnadenhof betreibt und nicht nur neue Nachbarn, sondern mit dem Flüchtlingsmädchen Kali Kambodscha auch eine neue Freundin bekommt. Der große Applaus für diesen warmherzigen und überdurchschnittlich gewandt geschriebenen Text, galt auch der 7-jährigen Vorleserin Jule Winkler.

„Um Rheinbachs schreibenden Nachwuchs muss man sich keine Sorgen machen. Ich bin total begeistert!“, kommentierte Buchhändler Christoph Ahrweiler. TextProben-Moderator Gerd Engel: „Es war schön, zu sehen, wie die Älteren und die Jüngeren sich gegenseitig zugehört und bestaunt haben. Ich wünsche mir, dass der Auftritt heute alle motiviert und inspiriert hat.“ Für die nächste TextProbe im Frühjahr in der Buchhandlung Kayser nimmt er schon Zusendungen entgegen. GGS-Schulleiterin Ute Jansen, zog als Gastgeberin für ihren Büchertag ein positives Fazit und dankte allen Organisatoren und Helfern am Büchertisch und in der Cafeteria. „Alle Besucher konnten einen unterhaltsamen und anregenden Nachmittag verbringen.“ Der jährliche GGS-Büchertag dürfte sich für Rheinbacher Familien weiter zum Veranstaltungstipp mausern.

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